Wer seine Theateraufführung filmen lassen möchte, fragt zuerst nach dem Preis. Hier finden Sie unsere echten Preise, drei durchgerechnete Beispiele und einen ehrlichen Vergleich mit veröffentlichten Marktpreisen.
Von Sebastian Frankenberger, Live-Regie bei Hybrid-Streaming · 5 Min. Lesezeit · Stand: Oktober 2026

Kurz gesagt
Eine Mehrkamera-Aufzeichnung mit Live-Schnitt kostet bei Hybrid-Streaming 750 € für eine Aufführung bis 2 Stunden, jede weitere angefangene Stunde 120 €, dazu die Anfahrt mit 0,42 € je Kilometer. Veröffentlichte Angebote anderer Anbieter in Österreich beginnen bei rund 990 € vor Umsatzsteuer für eine einzige Kamera und reichen bis über 3.000 €.
Unsere Preise sind Endpreise: Als Kleinunternehmer verrechnen wir keine Umsatzsteuer. Für einen Verein, der keine Vorsteuer abziehen kann, ist das beim Vergleichen ein echter Unterschied. Den genauen Betrag für Ihren Termin zeigt der Preisrechner in einer Minute.
Das Grundpaket deckt eine komplette Aufzeichnung ab, ohne dass Sie Technik dazubuchen müssen. Im Einzelnen:
Was das Grundpaket nicht enthält, ist eine eigene Tonanlage mit Mikrofonen an den Darsteller:innen. Ob Sie die brauchen, hängt vom Saal und vom Stück ab (dazu unten mehr). Alles zur Leistung finden Sie auf der Seite Theateraufführung filmen lassen.
Zusatzkosten entstehen nur durch längere Dauer, Anfahrt und Optionen, die Sie selbst auswählen. Die Optionen im Überblick:
| Option | Preis | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Tontechnik (2 Richtmikrofone, Verkabelung der Sprecher:innen, bis 4 weitere Mikros) | 200 € | Großer Saal, leise Szenen, Gesang im Stück |
| Eigener Tontechniker | 450 € | Viele Mikrofone, Musik live, anspruchsvoller Mix |
| Mobile Kamera mit Assistent (bis 3 Stück) | 250 € je Stück | Bewegte Bilder, Szenen im Publikum, Making-of |
| Profi-Lichtset | 50 € | Sehr dunkle Bühne, Interview vor oder nach der Vorstellung |
| Branding und Bauchbinden | 150 € | Vereinslogo, Rollennamen, Förderhinweis im Bild |
| Rohdateien auf USB-Stick | 50 € | Wenn Sie selbst nachschneiden möchten |
| Nachbearbeitung | 100 € je Stunde | Trailer, Korrekturen, gekürzte Fassung |
Bei der Dauer gilt: Bis 2 Stunden ist alles im Grundpreis, danach zählt jede angefangene Stunde. Klären Sie bei der Anfrage, ob Einlass und Pause in Ihre Zeitplanung fallen, dann gibt es später keine Überraschung.
Für die meisten Laienbühnen landet die Rechnung zwischen rund 800 und 1.300 €. Drei Beispiele mit unseren echten Preisen:
Grundpaket 750 € plus Anfahrt 20 km × 2 × 0,42 € = 16,80 €. Gesamt: 766,80 €. Der Saal ist klein, die Darsteller:innen sprechen laut, eine eigene Tontechnik ist nicht nötig.
Grundpaket 750 € plus eine angefangene Stunde 120 € plus Tontechnik 200 € plus Anfahrt 45 km × 2 × 0,42 € = 37,80 €. Gesamt: 1.107,80 €. Die Tontechnik lohnt sich hier, weil im Pfarrsaal hinten jedes Husten lauter ist als die Bühne.
Grundpaket 750 € plus zwei angefangene Stunden 240 € plus Tontechnik 200 € plus Bauchbinden 150 € plus Rohdateien 50 € plus Anfahrt 80 km × 2 × 0,42 € = 67,20 €. Gesamt: 1.457,20 €.
Mit Standorten in Linz, Wien und Passau sind die Wege zu vielen Bühnen in Österreich und Bayern kurz. Die genaue Kilometerzahl steht in Ihrem Angebot, damit Sie den Gesamtbetrag vorab kennen und im Vereinsbudget einplanen können.
Im Vergleich mit veröffentlichten Preisen anderer Anbieter liegt das Grundpaket deutlich darunter, wobei die Pakete unterschiedlich zugeschnitten sind. Die folgenden Zahlen stammen von den Websites der Anbieter (Stand Oktober 2026):
| Anbieter | Leistung laut Website | Preis laut Website |
|---|---|---|
| Medienwerk (Wien) | Eventvideo, 1 Kamera, bis 4 Stunden | 990 € vor Umsatzsteuer |
| Medienwerk (Wien) | Livestream und Aufzeichnung, 2 Kameras, Live-Regie, bis 8 Stunden | 2.480 € vor Umsatzsteuer |
| Punktlandung Eventvideo | Eventvideo-Pakete | ab 1.425 €, 1.800 €, 3.200 € plus Umsatzsteuer |
| Fixando (Portal) | Durchschnitt Livestream in Bayern | 4.227 € |
| Hybrid-Streaming | 5 bis 10 Kameras, Live-Regie, Aufzeichnung, Livestream auf Wunsch, bis 2 Stunden | 750 € Endpreis |
Ehrlich gerechnet: Eine Aufführung mit 4 Stunden würde bei uns 990 € kosten (750 € plus zwei Stunden), also so viel wie das Ein-Kamera-Paket von Medienwerk vor Steuer. Bei typischen Theaterlängen von 2 bis 3 Stunden sind wir günstiger, und Sie bekommen mehrere Blickwinkel statt einer Totale. Viele Anbieter nennen gar keine Preise, etwa die Theaterspezialisten in Wien; dort lohnt sich ein konkretes Angebot zum Vergleich.
Beim Livestream ist der Abstand am größten: Der Durchschnitt für Livestreaming in Bayern liegt laut dem Portal Fixando bei 4.227 €. Bei uns ist der Livestream bereits im Grundpaket enthalten, wenn Sie ihn wünschen. Was ein Stream für Vereine sonst braucht, klären wir gern im Gespräch, etwa wer den Link bekommen soll und ob der Verlag einen Stream erlaubt.
Tipp: Vergleichen Sie immer dieselben drei Dinge: Anzahl der Kameras, ob geschnitten wird (live oder danach) und wann das fertige Video kommt. Ein günstiger Preis mit einer Kamera und vier Wochen Schnitt ist ein anderes Produkt als ein Mehrkamera-Video am selben Abend.
Der Ablauf hat fünf Schritte, und Ihr Ensemble merkt davon am Abend fast nichts:
Was Sie sonst noch vorbereiten sollten, steht in der Checkliste mit 12 Punkten vor dem Aufzeichnungstermin.
Sparen lässt sich vor allem bei Dauer und Extras, nicht beim Ton. Bewährt hat sich:
Nicht sparen sollten Sie beim Ton, wenn der Saal hallt oder die Bühne weit vom Publikum entfernt ist. Ein gutes Bild mit schlecht verständlichem Text schaut sich niemand ein zweites Mal an.
Teilweise ja, wenn das Video als Teil des Projekts beantragt wird. Das Land Oberösterreich nennt bei der Volkskultur-Projektförderung zum Beispiel ausdrücklich „Material- und Technikkosten“ als förderbar (Land OÖ). Entscheidend ist fast immer, dass der Antrag vor Projektbeginn gestellt wird. Einen Überblick gibt der Beitrag Videodokumentation fördern lassen, und auf der Seite Videodokumentation für den Förderantrag sehen Sie, wie eine Aufzeichnung als Nachweis eingesetzt werden kann.
Quellen: Medienwerk Eventproduktion, Punktlandung Eventvideo, Fixando Livestreaming Bayern, Land Oberösterreich, Volkskultur Projekte
Bei Hybrid-Streaming kostet das Grundpaket 750 € für eine Aufführung bis 2 Stunden, mit 5 bis 10 Kameras, Live-Schnitt und Aufzeichnung. Jede weitere angefangene Stunde kostet 120 €, die Anfahrt 0,42 € je Kilometer für Hin- und Rückweg. Optionen wie Tontechnik (200 €) kommen nur dazu, wenn Sie sie wählen. Alle Preise sind Endpreise.
Weil die Bilder während der Vorstellung live geschnitten werden, entfällt der aufwendige Nachschnitt, der bei klassischen Produktionen viele Arbeitsstunden kostet. Dazu kommen kabellose Mini-Kameras mit kurzem Aufbau. Als Kleinunternehmer verrechnen wir außerdem keine Umsatzsteuer. Für Vereine ohne Vorsteuerabzug ist das beim Vergleich mit Preisen vor Steuer ein spürbarer Unterschied.
Meist noch am selben Abend. Da die Regie während der Aufführung zwischen den Kameras schneidet, liegt nach dem Schlussapplaus bereits ein fertiges Video vor. Wenn Sie zusätzlich einen Trailer, eine gekürzte Fassung oder Korrekturen wünschen, lässt sich das als Nachbearbeitung um 100 € je Stunde buchen und dauert entsprechend länger.
Das hängt vom Saal ab. In kleinen Räumen mit lauten, deutlichen Stimmen reicht oft der Ton ohne Zusatztechnik. Bei großen oder halligen Sälen, leisen Szenen oder Gesang im Stück empfehlen wir die Tontechnik um 200 €: zwei Richtmikrofone, Verkabelung der Sprecher:innen und bis zu vier weitere Mikrofone. Das klären wir gern vorab im Gespräch.
Nein. Die Rechte für eine Videoaufzeichnung vergibt der Theaterverlag, und die normale Aufführungsgenehmigung deckt das in der Regel nicht ab. Fragen Sie deshalb schriftlich vor dem Termin beim Verlag an, ob eine Archivaufnahme, die Weitergabe an Mitwirkende oder eine Veröffentlichung erlaubt ist. Das ist keine Rechtsberatung, im Einzelfall entscheidet der Verlag.
Geben Sie Dauer, Ort und Optionen in den Preisrechner ein und erhalten Sie sofort einen Fixpreis. Für Fragen zum Saal oder zum Ton melden Sie sich direkt bei uns.

Die Aufführungsgenehmigung deckt kein Video. So fragen Sie beim Verlag richtig an: Archiv, Ausschnitte, Livestream, YouTube.
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